Foto von Konrad Garske

Zu einem Streifzug durch die Golddörfer de Hochsauerlandes lädt der heimische Zeichner Gerhard Becker in seinem Buch ein. Dieses Bild zeigt die malerische Ortsmitte von Assinghausen. Foto: SK

Gerhard Beckers Liebeserklärung an Golddörfer des Sauerlandes

Mescheder Zeichner stellt seine ganz persönlichen Reiseziele im Bildband vor

Meschede. (raz)
Für viele Einwohner der Kreisstadt ist es schon fast ein gewohnter Anblick, wenn Gerhard Becker mit Bleistift und Zeichenbrett Motive festhält. Nun ist mit "Reiseziele Golddörfer im Hochsauerland" ein neuer Bildband von dem Zeichner erschienen, der seine Wahlheimat im Sauerland gefunden hat.

Das "Auge des Sauerlands" wird er auch gerne genannt und seit 1980 hat er wohl jeden Ort im Kreisgebiet in seinen Bildern festgehalten. Sieben Bildbände hat er seitdem veröffentlicht.
Dieses Mal hat er sein Auge auf die Golddörfer geworfen und sich eineinhalb Jahre nur mit diesem Projekt beschäftigt. 20 Golddörfer von Altastenberg über Eversberg, Silbach bis Züschen wurden von Becker in seinem neuen Band verewigt.
Eine Strapaze stellte für den Künstler bereits die Motivsuche dar.
"Zunächst muss jeder Ort umwandert werden", erzählt der fast 77-jährige Künstler, der dies in der Regel allein tun muss, da Kinder und Familie sich diese Strapazen nicht antun möchten.
Wobei die Motive je nach Jahres- oder Tageszeit einen Wandel durchleben. Hier und da fertigt der Mescheder auch schon einmal ein Foto von seinen Motiven an. "Gezeichnet wird aber immer freihändig", bekräftigt Becker, der vor Ort nur die groben Umrisse skizziert und den Lichteinfall notiert. Fertiggestellt werden die Bilder dann zu Hause:"So kann ich rund um die Uhr, also auch bei schlechtem Wetter, arbeiten." Schlösser, bäuerliche Höfe, Wohnhäuser, Klöster, Kirchen und Kapellen sind seine bevorzugten Motive.
"Seine Bilder öffnen den Blick für die Natur, sind ein Stück Geschichte und eine Liebeserklärung an das Sauerland", lobte Dieter Wurm, Vorsitzender des Sauerländer Heimatbundes bei der Buchvorstellung am vergangenen Mittwoch die Arbeit des Künstlers. Der Erlös des Buches fließt in die Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes. Die in den Entwicklungsländern Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen will.


Erlös für Entwicklungshilfe

Der Künstler selbst verzichtet dabei auf jedes Honorar und hat sich bei dem Projekt selbst noch auf die Suche nach Sponsoren gemacht. Nun will Gerhard Becker aber erst einmal eine kleine Pause einlegen. Aber aufhören will er mit dem Zeichnen sicherlich noch nicht.
Der Bildband "Reiseziele Golddörfer im Hochsauerland" ist für 18 Euro in den Buchhandlungen und in den Sparkassen erhältlich.

zurück

aktualisiert von A. Japes am 30.06.2005