Im Kleinod gibt es viel zu tun


Kolping übernimmt Patenschaft für Grenserich-Kapelle / Franz Kleine besonders geehrt

Andreas Wrede (I.) und Präses Hans-Jürgen Kötemann ehrten die treuen Jubilare und begrüßten die Neumitglieder

Meschede.(ele) Ehrungen und die Pflege und Erhaltung der Grenserich-Kapelle, für die die Kolpingsfamilie Meschede von der Stadt die Patenschaft seit dem 1. Januar 2009 übernommen hat, standen im Mittelpunkt des Kolpinggedenktages gestern Morgen im Kolpinghaus.
Nach der Aufnahme von drei neuen Kolpingern in die Gemeinschaft ehrte Vorsitzender Andreas Wrede insgesamt 15 Kolpingbrüder für langjährige Treue. 25 Jahre Mitglied sind Rainer Vosshage und Gerhard Niggemann dabei, seit 40 Jahren gehört Klemens Kleine der Gemeinschaft an, 50 Jahre dabei sind Theodor Wortmann, Siegfried Rothaut, Karl-Rudi Kleinschnittger, Heinz-Josef Vielhaber und Richard Bauer, seit 55 Jahren Franz-Josef Berkenkopf und schon 60 Jahre halten Franz Peus, Hugo Hennecke, Hubert Hanses, Ewald Richter, Heinz Ungemach und Ehrenpräses Robert Beule dem Gründungsvater Adolph Kolping die Treue.
Wredes besonderer Dank galt Franz Kleine, der Ende des Jahres als Geschäftsführer des katholischen Schutzvereins nach 52-jähriger engagierter Tätigkeit sein Amt in jüngere Hände legt. "Franz Kleine übergibt ein Haus, das gut in Schuss und praktisch schuldenfrei ist und das er 1957 mit desolaten Finanzen übernommen hatte", zollte er dem scheidenden Geschäftsführer höchste Anerkennung und überreichte ihm ein Präsent. Kleine dankte allen seinen Mitstreitern mit Christian Heiligers an der Spitze und vor allem auch den Mescheder Handwerkern für ihre zügige und vor allem immer hervorragende Qualitätsarbeit.
Eine Dia-Präsentation mit einer Dokumentation über den derzeitigen Zustand der Grenserich-Kapelle, die 1894 erstmals kartografisch erfasst -unter dem Vogelsang in 500 Meter Höhe ein Kleinod für Meschede darstellt, stellte Rolf Hennecke vor. Umfangreiche Instandsetzungs- und Renovierungsarbeiten sind dringend erforderlich, um diesen Dreiklang Kapelle, Holzkreuz und Altarstein, in der Architektur auch "Genius Loci" genannt, zu erhalten.
Besonders in Mitleidenschaft gezogen sind das Fundament der Kapelle, der Dachstuhl und das Schieferdach. Ausblühungen an den Wänden im Innern der Kapelle zeigen ebenfalls, dass jetzt dringender Handlungsbedarf angesagt ist.
Für den kommenden Donnerstag, 17. Dezember, ist ein Termin des Kolpingvorstandes mit Bürgermeister Uli Hess und Stadtförster Peter Kotthoff vor Ort angesetzt, um "Nägel mit Köpfen" zu machen und die weitere Vorgehensweise abzusprechen.

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aktualisiert von A. Japes am 21.12.2009