ZUsammenKUNFT

Tage der Orientierung in der Kolping-Bildungsstätte Soest
vom 29. Januar – 01. Februar 2004

Für viele Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende ist seit einigen Jahren das letzte Januarwochenende ein fester Bestandteil ihrer Terminplanung. So waren auch in diesem Jahr 36 Amtsträger aus diesem Kreis mit ihren Ehepartnern und zum Teil mit ihren Kindern auf Einladung von Diözesanpräses Josef Holtkotte zu den „Tagen der Orientierung“ in die Kolping-Bildungsstätte Soest gekommen.

„Mit der Kirche aufbrechen“ , Mit Kolping auf Fahrt“ und „Mit Freude glauben“ waren die Hauptthemen dieser Tagung.

Nach einem geistlichen Einstieg und der Begrüßung der TeilnehmerInnen im „Karl-Arnold-Raum“ am Freitagabend durch Diözesanpräses Josef Holtkotte erfolgte die Vorstellung von Wolfgang Hansen, seit 1. Januar neuen Leiter der Bildungsstätte, der in seinem Grußwort betonte, neue Schwerpunkte für Veranstaltungen in Richtung Politikergespräche und Entwicklungshilfe setzen zu wollen.

Bevor Diözesansekretär Thomas Müller und Diözesanvorsitzende Stephanie Günnewich über die Organisation und das geplante Veranstaltungsprogramm des Diözesankolpingtages in Rietberg berichteten und zur Mithilfe in der Publikation des Weltjugendtages in Köln (11.-21. August 2005) in den Pfarrgemeinden aufriefen, fand für die in dem üblichen großen Stuhlkreis sitzenden TeilnehmerInnen die Vorstellungsrunde statt.

Das „Morgenlob“ in der Kapelle des Hauses und ein reichhaltiges Frühstück stand am Anfang des Samstags. „Mit der Kirche aufbrechen“ war das Hauptthema des Tages. In einem Kurzreferat wies Diözesanpräses Josef Holtkotte auf „Jerusalem“ als einen Ort gleichermaßen für Juden, Muslime und Christen hin. Noch heute sei Jerusalem die Stadt von „Gottsuchenden“ und „Betenden“. Nach der Verheißung sei die „Kirche das „neue Jerusalem“ , eine ewige Stadt des Friedens, in der die Menschen, die dort ihren Platz fänden, die „Menschen der Bergpredigt“ seien.

Als Unterlagen für die darauf folgende Kleingruppenarbeit diente das Buch von P.M. Zulehner „Aufbrechen oder untergehen“. Der Autor beschreibt in seinem Buch die Auseinandersetzungen mit Themen, welche die neu erarbeitete Pastoral der Diözese Passau betreffen. Als Beispiel mögen nachfolgende drei Maßnahmen angeführt sein:

•  „ Förderung, Schulung und Begleitung Ehrenamtlicher in Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde, besonders dort, wo vor Ort keine Hauptamtlichen für Jugendpastoral zur Verfügung stehen.“

•  „Um die Menschenwürde auch im Alter zu wahren, werden Rahmenbedingungen für die Altenarbeit und Altenseelsorge verbessert.“

•  „Neben der Eucharistiefeier ist der Wortgottesdienst zu pflegen, auch in der Liturgie des Morgen- und Abendlobes.“

Für die Kleingruppen galt es festzustellen, inwieweit Maßnahmen dieser Pastoral zur Kirchenentwicklung beitragen, den Kolpingsfamilien wichtig, bzw. umsetzbar sein können und welche Aussagen in der Zukunft für Kolping von Interesse sind.

„Was dem Aufbruch dient“ ist das nächste Arbeitsthema des Samstagvormittags:

Ein Brief, der verschiedene Dinge in einer Kirche beschreibt, bezogen auf ihre „Lebendigkeit“, beschäftigt die Gruppe anschließend mit der Frage: „Welchen Beitrag kann ich, kann die Kolpingsfamilie, das Kolpingwerk leisten, damit die Kirche lebendig bleibt?“ „ Wir sind eingeladen, bei dieser, unserer Kirche „mitzumachen“ und uns selber einmal den Spiegel vorzuhalten!“ beendet der Diözesanpräses die Arbeitseinheiten für den Samstadvormittag: Fazit des letzten Teils: „Kirche lebt aus den Menschen!“

„ Mit Kolping auf Fahrt“ heißt der erste Themenkreis, der mit der Bildmeditation „Fußspuren“ am Nachmittag beginnt. Es folgen Gedanken der Schriftstellerin Maria Ward in Bezug auf „Wege“ So schreibt sie: „Du findest den Weg nur, wenn du dich auf den „Weg machst!“

Es geht für uns darum, Wege zu erkennen und zu erschließen – Überlegungen anzustellen, wie es „weiter“ geht. Was kann ich tun, damit es in unserer Kolpingsfamilie weiter geht? Wie geht unser Weg weiter – bleiben wir im „Netzwerk“?

Die Kolpingsgemeinschaft ist ein Weg, der zum Leben führt. Gemeinschaften sind miteinander unterwegs – aktiv sein als Kolpinggemeinschaft, jedoch nicht in Aktionismus verfallen.

Zur Auflockerung folgte das Spiel „ Hindernislauf“ bei dem mit viel „Bewegung“ das Leben Adolph Kolpings in Kurzform erzählt wird.

Danach gab es „ Kreatives“ zum Leben Adolph Kolpings. Nun war das schauspielerisches Talent der TeilnehmerInnen gefragt: Sechs Gruppen stellten nach 10-minütiger Vorbereitungszeit verschiedene Abschnitte aus dem Leben des Gesellenvaters dar. Eine Aufgabe, die von allen mit Phantasie, Pantomime, Mimik, Freude und Bravour gelöst wurde.

Am Ende des „Arbeitstages“ packte jeder seinen „Kolpingrucksack“ mit nützlichen und „geistlichen“ Dingen, bevor wir uns zur Abendvespe,r in Vorbereitung auf den Sonntag, in der Kapelle versammelten.

Nach dem Abendessen war die „Stunde der Kinder“ gekommen. Beim gemütlichen Teil des Tages stellten die Kinder ihre Collage zum Leben Adolph Kolpings vor, die sie unter Anleitung von Stephanie Günnewich im Laufe des Tages erstellten. Ein Riesenapplaus dafür war der Lohn.

Doch die Kinder hatten noch mehr für die Abendunterhaltung vorbereitet: Ein Kolpingquiz, das so manchen Erwachsenen bei der Beantwortung der Fragen in Schwierigkeiten brachte. Es gab sogar Fragen, die selbst der als „Joker“ eingesetzte Diözesanpräses nicht spontan beantworten konnte. Am Ende wurden die Kinder noch einmal mit großem Beifall bedacht.

Am Sonntagmorgen hieß die letzte Einheit der „Orientierungstage“ im Plenum „Mit Freude glauben“. Als Unterthemen hatte DiözesanPräses Holtkotte Ein Blick auf das „alte Europa“, Gott entdecken (anhand eines Bildes „Gottes Anruf an Mose“ v. Marc Chagall) und Von Gott geliebt sein“ ausgewählt.

Am Ende waren sich alle TeilnehmerInnen einig: Getreu dem Ausspruch Adolph Kolpings: „Wir aber wollen beten, arbeiten und lernen, das alles mit Ernst und doch mit Fröhlichkeit!“ waren es wieder frohe und motivierende „Tage der Orientierung“ in Soest

Die gemeinsame Eucharistiefeier in der Josefkapelle, an der auch die anderen im Hause tagenden Gruppen teilnahmen, beendete die „Tage der Orientierung“ – Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!

Fotos und Bericht von Alfred Lehmich

Gruppenfoto

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aktualisiert von A. Japes am 30.06.2005